Gedanken am 1. Februar

GEDANKEN AM 1. FEBRUAR 2021

Es ist der 1. Februar 2021 ich sitze hier an meinem Schreibtisch vor dem Computer. So viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Seit bald einem Jahr läuft der Corona-Spuk hier. Ich habe das Gefühl die Hysterie (=Krankheit mit verschiedenen physischen und psychischen Symptomen) bricht aus. Kinder, die nun auch in der Schweiz in der Primarschule Masken tragen sollen, Massentests in der Schule, in Dörfern, Städten, ohne dass die Menschen Symptome haben. Massentests in den Klassen und alle müssen in die Quarantäne, auch wenn sie negativ getestet werden. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Was war am 1. Februar 2020? Ich lag krank im Bett, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Augenentzündung, kein Fieber, Essen konnte ich, was ich wollte, ich schmeckte nicht mehr, was ich ass, den Zwiebelwickel roch ich nicht im Haus, was sonst normal wäre. Es dauerte zwei Wochen, bis ich mich wieder einigermassen gesund fühlte. Mein Mann mit ähnlichen Symptomen, ging zwei Wochen lang so zur Arbeit, hätte die ganze Abteilung anstecken können, nichts passierte …  Anfang März dann begann der Corona-Hype und ich begann die Welt nicht mehr zu verstehen. Zum ersten Mal verstand ich nichts mehr, wieder ein Virus aus China, einmal mehr, immer China, wieso nicht aus Afrika, Indien, Südamerika, die bestimmt nicht viel bessere Hygiene-Standards haben (und schon gar nicht mit unseren zu vergleichen). Ich konnte es nicht glauben, was dieses Virus auslösen konnte. Ich begann zu lesen, mich zu informieren, auf mein Gefühl zu hören. Und immer wieder kam ich an den Punkt, wo ich nichts mehr verstand und immer wieder konnte ich verstehen.

Auch heute am 1. Februar verstehe ich und doch nicht. Ich verstehe den tieferen Sinn hinter dem Ganzen. Immer wieder lese ich in Artikeln, Menschen wacht auf. Werdet wach. Und genau darum geht es in diesem Ganzen. Werdet wach, wacht auf, und zwar jeder auf seine Art und Weise. Jeder hat seine eigenen Themen im Ganzen. Jeder erlebt diese Krise auf seine Weise. Im März spürte ich tief in mir drin, es geht darum, dass wir wirklich unser Herz, unsere Liebe, unser Licht leben, dass wir wieder zu spüren beginnen, was wir wirklich wollen und in unsere eigene Kraft kommen. Und darum geht es in diesem Aufwachen in meinen Augen. Beginnt zu verstehen, was ihr wirklich wollt. Wie viele Menschen haben mir immer wieder gesagt, ich auch, so kann es nicht mehr weitergehen.

Z.B. Burnout! Von aussen sehr einfach zu verstehen, er/sie sollte weniger arbeiten, logisch, kommt es zum Burnout, viel zu viel Verantwortung, viel zu viel Druck, das kann nicht gut gehen. Was haben wir gemacht? Nein, wir haben nicht das Tempo runtergeschraubt, versucht den Druck, die Verantwortung anders zu verteilen, die Menschen zu unterstützen, bevor sie krank wurden, wir haben Kliniken aufgebaut, Burnout-Kliniken. Wir machten Symptom-Bekämpfung und nicht Ursachen-Bekämpfung.

Corona! Wir kacheln uns ein, wir schützen uns, wir halten uns an Massnahmen, die Impfungen beginnen und trotzdem das Virus bleibt, verändert sich. Was aber auch geschieht, unser Leben verlangsamt sich, viele Menschen müssen/dürfen sich ihrer beruflichen Situation in extremis stellen, Risikogruppen müssen/dürfen sich mit sich selbst auseinandersetzen, Eltern müssen/dürfen sich Gedanken machen, wie weit die Massnahmen bei ihren Kindern gehen sollen. Jeder von uns wird gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, zu spüren, zu fühlen, was er/sie wirklich ist und will, wir müssen/dürfen uns Gedanken zu unserer Sterblichkeit machen. Und so kommen wir an die Ursache von Corona jeder für sich persönlich. Jeder von uns braucht Corona, um etwas daraus zu lernen, sich selbst wieder zu vertrauen, sich selbst wiederaufzubauen, eigene Grenzen zu sprengen, in seine eigene Kraft zu kommen.

Wir werden Massnahmen erhalten, bis wir unsere persönliche Aufgabe erfüllt haben. Bis in uns das grosse Umdenken stattgefunden hat.  Bis wir spüren, was wir wirklich wollen und brauchen. Und so verstehe ich auch die Welt wieder und danke ihr, dass ich in diesem Moment hier sein darf und dies miterleben darf, die schönen, die schmerzenden, die fröhlichen, die traurigen Momente, denn durch all diese Momente spüre ich, ich bin mitten drin im Leben, im Aufwachen.

Nutzt diese Zeit für euch, euch selbst neu/anders zu entdecken und schaut, dass es euch gut geht, tut Dinge, die euch Freude machen und teilt diese Freude mit anderen. Eure wirkliche Freude, eure wirkliche Freiheit, die kann euch niemand nehmen. Es gibt immer Möglichkeiten, dies auszuleben. Seit kreativ, lasst euch inspirieren, inspiriert andere.

Seit herzlichst umarmt

Kirsten